1950 lebten ungefähr 30 % der Weltbevölkerung in Städten. 2014 stieg die Zahl bereits auf 54 %. Die Zahl der in Städten lebenden Menschen steigt jährlich weiter an. Diese Entwicklung bringt viele Herausforderungen mit sich. Es kommt zu einem Mangel an Wohnräumen, die Infrastruktur wird zunehmend überlasteter und die Wasser- und Energieversorgung steht ebenso vor einer Herausforderung. Außerdem muss man der Umweltverschmutzung aktiv entgegensteuern, um die Bedrohung der Lebensgrundlage der Stadtgesellschaft zu verringern. In städtischen Gebieten überwiegt der Energieverbrauch, der von Gebäuden und durch den Verkehr verursacht wird. Dazu gehört auch die Straßenbeleuchtung, welche einen hohen Energiebedarf hat. Auf der ganzen Welt werden neue Konzepte für Smart Cities entwickelt sowie umgesetzt. Hier geben wir einen Überblick über Beispiele und Konzepte für Smart Cities.

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Smart Cities – Städte befinden sich im Wandel

Wie bereits erwähnt, erhöht sich der Anteil der Stadtbewohner auf der ganzen Welt. Denn durch den technischen Fortschritt in der Landwirtschaft werden immer weniger Arbeitskräfte am Land benötigt. Die Menschen zieht es zunehmend in die Stadt. Sie sind angetrieben von der Chancengleichheit, der Aussicht auf Selbstbestimmung, von der Freiheit sowie der besseren Lebensqualität.

Doch die ständig wachsenden Städte stehen vor einer Vielzahl an Problemen. Zum einen gibt es vielerorts einen Mangel an intakter Infrastruktur, die Umweltprobleme steigen und eine stetige Wettbewerbssituation ist erkennbar. Die Infrastruktur in den Smart Cities bricht immer häufiger zusammen. Denn in den 30er und 40er Jahren, als die Straßen, die Stromversorgung und die Wasserleitungen erneuert wurden, schätze man das Wachstum in den Städten zu gering ein.

Besonders bei der Infrastruktur wurde viel zu wenig investiert. So gibt es neben vielen Unfällen und immer wiederkehrenden Baustellen eine ständige Überlastung. Das führt dazu, dass Pendler zu spät zur Arbeit kommen und Lieferungen sich ebenfalls verzögern. Daher sehen wir besonders bei der Infrastruktur einen Handlungsbedarf.

Alles wird smart, nicht nur die Smart Cities

Gibt man im Internet bei der Suche den Begriff „Smart City“ ein, so erscheinen Pläne von Stadtansichten, wo Menschen zum größten Teil fehlen. Denn die Unordnung und das Chaos, welches unser städtisches Leben prägen, haben in den Smart City Konzepten keinen Platz.

Bei der Definition Smart City wird der Begriff ‚smart‘ mit ‚technologiegetrieben‘ gleichgesetzt. Bei der Smart City geht es vor allem um neue digitale Errungenschaften, welche Herausforderungen lösen und das Leben einfacher machen sollen. Der Anspruch an eine Smart City ist es die Lebensqualität zu steigern und die Nachhaltigkeit zu fördern. Bei einer Smart City spielen viele Faktoren zusammen. Zum Beispiel bedarfsorientierte Beleuchtung, energieautarke Gebäude, elektronisch betriebene öffentliche Verkehrsmittel oder digitale Anzeigen für freie Parkplätze.

Beispiele für Smart Cities

De Begriff Smart City verwendet man derzeit für sehr unterschiedliche Maßnahmen. So liegt zum Beispiel in Amsterdam der Fokus der Smart City auf dem Energiebereich. In anderen Städten jedoch zählen Aktivitäten zu Themen wie Energie oder Mobilität nicht zu den Smart City Maßnahmen. Weltweit gibt es in vielen Städten spannende Aktivitäten zum Thema Smart Cities. Für den Bereich Energie gibt es in vielen Städten Maßnahmen, welche zum Beispiel zur Energieeffizienz beitragen. Weiters gibt es auch viele Projekte, welche sich mit zukunftsfähiger Mobilität befassen. Hier haben wir ein paar Beispiel für Smart City Konzepte.

Die Smart City Amsterdam

In Amsterdam gibt es mehrere Projekte, welche unter dem Begriff Smart City laufen. Eines davon ist das Projekt „The Climate Street“.

Das Ziel hierbei ist es, die CO2-Emissionen bis 2025 um 40 % zu senken. Man möchte den Energieverbrauch von Privathaushalten, öffentlichen Gebäuden und Betrieben reduzieren. Dazu setzt man auf die Integration von Technologien, wie Smart Grid, Smart Meter sowie intelligenten Gebäudetechnologien. Man fördert den Einsatz dieser technischen Hilfsmittel.

Außerdem gibt es noch weitere Maßnahmen in den Bereichen Energie, Klimaschutz sowie Mobilität. So ist zum Beispiel eine nachhaltige Shoppingmeile geplant. Die Utrechtsestraat soll zu so einer Smart City verwandelt werden. Im Fokus stehen dabei Unternehmen, Logistik sowie der öffentliche Raum. Zu Beginn misst man die CO2-Emissionen von Unternehmen und Technologien wie Smart Meter sowie Energiespartipps bereitgestellt. Neben der Reduktion der CO2-Emissionen, erhofft man sich ebenso eine Verhaltensänderung der Bürger und Bürgerinnen.

Aktivitäten zur Smart City in Helsinki

In Helsinki gibt es eines der am weitesten entwickelten Fernwärmenetze in Westeuropa. Das führt dazu das über 90 % der Gebäude in Helsinki mit Fernwärme versorgt werden. 72 % der erzeugten Fernwärme kommt dabei aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Um Spitzenlasten abzudecken, gibt es eine Wärmepumpenanlage, diese nutzt die Wärme im geklärten Wasser für die Wärmeversorgung.

Luxemburg: Eine von vielen Smart Cities

In Luxemburg ist es vorgesehen, dass alle neu errichteten Gebäude einen Passivhausstandard sowie Niedrigenergiehausstandard erfüllen müssen. Man setzt zudem darauf, dass durch Biomasse, Solarkollektoren einer Biogasanlage sowie verschiedenen Photovoltaikanlagen ein Teil der für Strom- und Wärmeversorgung benötigten Energie aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Außerdem möchte man den Anteil nicht-motorisierter Mobilität erhöhen. Dazu hat man zum Beispiel ein auf 140 km ausgebautes Fahrradnetz sowie ein großes Netzwerk an Fahrradleihdiensten.

Das Konzept von Smart Cities

Bei den Smart City Konzepten geht es vor allem um die Digitalisierung der privaten sowie wirtschaftlichen Umgebung. Dabei spielt die technische Infrastruktur bei der Ausstattung mit Rechenleistung, Mess- und Regeltechnik und die Verknüpfung über Informationsnetze eine große Rolle. Damit wird eine unvorstellbare Menge an Informationen verfügbar. Die Steuerungsmöglichkeiten dieser Informationen sollen in der Smart City zur Lösung von komplexen Herausforderungen beitragen. Denn eine intelligente Stadt bringt viele Potentiale. Dazu gehören:

  • Neue Wege, um Bewohner/innen zu Informieren
  • Es entstehen neue Formen der Entscheidungsfindung
  • Die Energie- und Ressourceneffizienz wird gesteigert
  • Emissionen werden durch neue Geschäftsmodelle zur Bereitstellung, Verknüpfung sowie der gemeinsamen Steuerung technischer Infrastrukturen reduziert
  • Die Bürger/innen haben eine große Wahlfreiheit bei der städtischen Infrastruktur
  • Man kann ökologische und klimatische Zusammenhänge können besser beobachten und aufgezeichnen
  • Der Wirtschaftsraum in einer Smart City wird attraktiver

Fazit: Smart City – die Städte von morgen

Der Begriff Smart City wird mit Innovation und Zukunftsvision verbunden, doch bleibt er vor allem abstrakt. Viele Bürger/innen von Smart Cities können sich eigentlich nichts darunter vorstellen, was genau smart an der Smart City ist. Doch bringen die Smart Cities uns besonders in Sachen Umweltschutz voran. Denn in den meisten Städten geht es bei den Smart City Konzepten um die Reduktion von CO2-Emissionen. Auch das Thema der erneuerbaren Energien wird hier miteinbezogen.

Diese Entwicklung finden wir gut. Solar Straßenbeleuchtung ist dabei ebenso ein Schritt in die richtige Richtung. Außerdem sind die Produkte von Congaia natürlich auch Smart City- beziehungsweise Smart Street-tauglich.

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